Rückbau, Neubau und die 2. Informationsveranstaltung „Repowering im Windpark Druiberg“
Am 15. Mai 2025 fiel der Startschuss zur Umsetzung des Projektes zum BürgerEnergiePark Druiberg. Die Bauleitung für das mehrjährig vorbereitete Repowering mit dem Abbau von 23 alten und dem Neubau von 13 neuen Windrädern bezog unter der Leitung von ENERCON-Mitarbeiterin Friederike Epmann ein kleines Container-Dorf auf der Kranstellfläche der Großanlage E 112 („Dicke Berta“). Nur wenige Tage später, am 23. Mai, wurde der erste Spatenstich zum Gesamtvorhaben hier feierlich begangen – begleitet von gut einhundert Bürgern aus unseren drei Windpark-Orten und mit zahlreichen Gästen aus der Region. Im letzten Windblatt berichteten wir schon darüber.
Kurz darauf starteten die ersten sichtbaren Arbeiten: Die Firma Leitungsbau Mitte aus der Lutherstadt Eisleben begann mit dem Kabelbau, während am 26. Mai die Firma AS Green aus Schwanewede gemeinsam mit Subunternehmen den Rückbau der alten Anlagen übernahm. Mit den Tiefbauarbeiten für Zuwegung und Kranstellflächen wurde von ENERCON als General-Auftragnehmer die Firma OST BAU aus Osterburg in der Altmark beauftragt.
Ein Highlight folgte am 24. Juni: Der europaweit stärkste bereifte Autokran der Firma Megalift aus Achim bei Bremen traf auf der Baustelle ein. Nur wenige Tage später begann dieser mit der Abnahme der drei Rotorblätter, des Generators, der Gondel und der oberen Turm-Stahlsektion der ersten Rückbau-Anlage, unseres Windrads Nr. 14. Nun war im wahrsten Wortsinne „Feuer frei“ für die erste Sprengung des Anlagen-Betonturms, womit AS Green die bayrische Firma Reisch Sprengtechnik aus Peißenberg im oberbayrischen Landkreis Weilheim-Schongau ausgewählt hatte. Rund 150 Zuschauer und sogar die Deutsche Presse-Agentur waren vor Ort. Die zweite Sprengung fand am 24. Juli an Anlage 16 statt. Anfang August standen dann bereits sieben „Windräder“ ohne Rotorblätter, Gondeln und obere Stahlsektion da.
Am 7. August erfolgte die nächste Sprengung. Der Kran fuhr nach Abschluss der Arbeiten an Anlage 34 zunächst ab und wird erst 2026 für die verbleibenden 13 Rückbauanlagen zurückkehren. Der sogenannte „Brecher“ zog am 8. August ein, um gesprengte Turmteile und die Fundamente zu wertvollem neuem Baumaterial für die neuen Zuwegungen und Kranstellflächen zu zerkleinern. Dazu wurde am 11. August das erste Fundament erfolgreich gesprengt. Mit der fünften Sprengung Mitte August war die Hälfte der diesjährig zu sprengenden Türme geschafft. Auch der Neubau hat schon begonnen: Die Firma Max Bögl aus Neumarkt in der bayrischen Oberpfalz begann am 18. August mit dem Bau der Fundamente für die Neuanlagen 4 und 12. Bis Mitte September sollen alle zehn für 2025 vorgesehenen Altanlagen gesprengt sein. Die restlichen 13 folgen im kommenden Jahr. Einige Anlagenteile für den Neubau werden ab März 2026 geliefert, bevor im April 2026 der Kran für den Aufbau der neuen, leistungsstärkeren Maschinen eintrifft. Über die aktuellen und weiteren Bauabläufe und die finanzielle Beteiligungsplanung wird in einer Bürgerversammlung am Donnerstag, den 25. September ab 18 Uhr im Dardesheimer Adlersaal berichtet.
